Behandelte Störungsbilder

 

Als ärztliche Psychotherapeutin, spezialisiert auf die primär nicht-medikamentöse Behandlung von Erwachsenen ab dem 18. Lebensjahr, biete ich Ihnen einfühlsame und kompetente Begleitung bei folgenden Herausforderungen bzw. Erkrankungen:

 

  • affektiven Störungen (z. B. Depressionen)
  • Angststörungen (z. B. generalisierte Angststörung, phobische Störungen, Panikstörung)
  • Zwangsstörungen
  • Belastungs- und Anpassungsstörungen
  • somatoformen Störungen
  • Essstörungen (z. B. Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Binge- Eating)
  • Schlafstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen bzw. Störungen der zwischenmenschlichen Beziehungsgestaltung
  • psychosomatischen Störungen  (z. B. Asthma bronchiale, Neurodermitis, chronisch- entzündliche Darmerkrankungen)
  • somatopsychischen Störungen bei schweren und chronischen körperlichen Erkrankungen (z. B. Krebserkrankungen)

Behandlungsmodalitäten

 

Begleitet werden von mir gesetzlich versicherte erwachsene Personen ab dem 18. Lebensjahr. 

 

Die Begleitung kann in unterschiedlichen Formen stattfinden:

  • Einzeltherapie
  • Gruppentherapie
  • Kombinationstherapie aus Einzel- und Gruppensitzungen

 

Die Therapieform und die Frequenz der Sitzungen werden individuell vereinbart und werden im sinnvollen Rahmen auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Behandlungsvoraussetzungen

 

Eine professionelle psychotherapeutische Begleitung ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Privileg für Menschen, die entschlossen sind, ernsthaft und diszipliniert an sich zu arbeiten. Es handelt sich hierbei um eine Arbeitsbeziehung, die häufig über viele Jahre hinweg fortbesteht. Ich nehme meine Tätigkeit ernst und investiere in jeden einzelnen therapeutischen Prozess meine wertvollen Ressourcen, unter anderem meine Lebenszeit und -energie. Nachdem diese, wie auch Ihre, begrenzt sind, ist es von elementarer Bedeutung, diese sinnvoll zu nutzen. Damit Ihre Therapie zu Ihrer Zufriedenheit gelingt, müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

 

  • Sie haben verstanden, dass Sie als erwachsene Person für sich und die eigene Weiterentwicklung selbst verantwortlich sind. Sie geben anderen für die eigene Unzufriedenheit nicht mehr die Schuld, sondern übernehmen die volle Verantwortung für sich und sind gewillt, auch die Eigenanteile an den entstandenen Problemen herauszuarbeiten und diese ins Positive zu drehen. 

 

  • Sie begeben sich auf eigene Motivation hin in die Therapie, weil sie fest entschlossen sind, sich zu ändern.

 

  • Sie sind bereit, fleißig und diszipliniert an sich zu arbeiten, weil sie bereits erkannt haben, dass diese Arbeit niemand sonst für Sie leisten kann. 

 

  • Sie nehmen Ihre vereinbarten Termine zuverlässig wahr und halten sich an die Therapievereinbarungen. 

Spezielle Behandlungsschwerpunkte

 

Die psychotherapeutische Begleitung folgender Personengruppen liegt mir besonders am Herzen:

 

  • junger Erwachsene mit alterstypischen Herausforderungen (z. B. Ablösung vom Elternhaus, Entwicklung von Autonomie, Einstieg ins Berufsleben, Gestaltung von Freundschaften und Partnerschaft, Familiengründung, gesellschaftliche Verantwortungsübernahme)

 

  • Menschen in helfenden- und sozialen Berufen

 

Gruppentherapeutisches Angebot

 

Die sinnvoll zusammengestellten, halb-offenen Gruppen setzen sich aus 3 bis 9 Personen zusammen und verfolgen unterschiedliche thematische Schwerpunkte

" Depression und Lebensfreude"

alle 2 Wochen dienstags 

um 17 Uhr

"Helfende Hände"

alle 2 Wochen mittwochs 

um 17 Uhr
 

"Junge Frauen 1"

alle 2 Wochen donnerstags 

um 17 Uhr
 

"Junge Frauen 2"

alle 2 Wochen dienstags

um 15 Uhr
 

Warum Gruppentherapie?

 

Die meisten Menschen bekommen Angst oder sind zumindest skeptisch, wenn bei ihnen die Indikation auf eine Gruppentherapie gestellt wird. Wenn sie aber verstehen, dass ihre Beschwerden in einem komplexen bio-psycho-sozialen Geflecht mit mannigfaltigen Wechselwirkungen entstanden sind, die isoliert nicht verstanden und gelindert werden können, werden sie offener für eine Gruppentherapie. Eine verlässliche, unterstützende und wohlwollende therapeutische Gemeinschaft ist die sichere Basis für die Entwicklung.

Bereits in den ersten Gruppenstunden wird erkannt, dass man mit den Herausforderungen keineswegs alleine ist, auch wenn es sich oft so anfühlen mag. In Kürze der Zeit entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, durch welches die soziale Isolation und quälende Einsamkeit abnehmen. Auch die vermeintliche Unzulänglichkeit und Scham werden weniger. Sobald man die Offenheit und Akzeptanz der Gemeinschaft erfährt, wird man selbst mutig genug, um eigene Themen, die man häufig mit dem unmittelbaren sozialen Umfeld nicht teilen kann, einzubringen. Die spiegelnden Rückmeldungen der Gruppe helfen, eigene Denk-, Erlebens- und Verhaltensmuster zu verstehen, zu hinterfragen und zu verändern. All dies passiert in einer verstehenden und nicht wertenden Atmosphäre. 

Die Gruppentherapie dient ebenso dem Austausch von fundierten Informationen und der Psychoedukation. Vor allem zu Beginn eines therapeutischen Prozesses besteht häufig noch Klärungsbedarf, was z.B. das Störungsbild und dessen weiteren Behandlungs- und Bewältigungsmöglichkeiten anbelangt.

Im Verlauf wird man zum festen und geschätzten Teil der Gruppe. Man erlebt, dass man trotz oft schwerer Erkrankung immer noch in der Lage ist für andere da zu sein und diese zu bereichern. Das stärkt die Selbstachtung und das Selbstwertgefühl. Das Miterleben der guten Fortschritte anderer Gruppenmitglieder flößt Hoffnung ein, stärkt den Glauben an die eigene Fähigkeiten und dient als Modell bei der Bewältigung eigener Herausforderungen. 

Bei Engpässen und Rückschlägen, die dem natürlichen Entwicklungsprozess ebenso angehören, wird man von der Gemeinschaft emotional entlastet, gestärkt und getragen. Durch den Zusammenhalt und das Engagement der Gruppe wird man motiviert, den begonnenen Weg weiterzugehen. Dabei entwickelt man Geduld, Disziplin und Durchhaltevermögen. 

Die Gruppentherapie bietet die optimale Gelegenheit, die sozialen Kompetenzen zu verbessern und eventuell problematisch gewordene, wiederkehrende zwischenmenschliche Beziehungsmuster zu erkennen, zu verstehen und zu korrigieren, ohne dass man schwerwiegende Konsequenzen zu fürchten hätte. Die neu entwickelten Bewältigungsstrategien können entspannt erprobt und gegebenenfalls verbessert werden, bevor man diese auch im eigenen sozialen Umfeld einsetzt. 

Die therapeutische Gemeinschaft ist ebenso ein Ort, an dem man sich mit der eigenen Herkunftsfamilie und Biographie auseinandersetzen kann, um den individuellen Entwicklungsweg besser zu verstehen und auf der Basis des Verstehens neue Wege einzuschlagen. Aufgrund der Teilnehmerzahl und vielfältiger Wechselwirkungen unter den Teilnehmern bilden sich in der Gruppe festgefahrene Beziehungsmuster in der Kürze der Zeit ab, die für eine Einzeltherapie schwer oder gar nicht zugänglich sind. 

Anhand der hohen Wirksamkeit ist die Gruppentherapie, zumindest eine Kombinationstherapie aus Einzel- und Gruppensitzungen, die von mir präferierte Therapieform . 

Erläuterung zu den Gruppen

"Depression und Lebensfreude"

Gemischte Gruppe bestehend aus Menschen mit depressiven Erkrankungen aus unterschiedlichen Altersklassen und Berufsgruppen. Im Fokus steht die konstruktive Bewältigung der depressiven Symptomatik. Sämtliche Themen im Zusammenhang mit der Erkrankung finden hier einen angemessenen Raum.

"Helfende Hände"

Gruppe für Frauen mit helfender Ader, unabhängig davon, ob ein helfender oder sozialer Beruf vorliegt oder die Herausforderung besteht, eine versorgende Rolle im Familiensystem oder sozialen Umfeld zu übernehmen. Im Fokus stehen die Bewältigung des jeweiligen Krankheitsbildes, die Klärung der emotionalen Motivation des Helfens sowie die Stärkung der Selbstfürsorge und Abgrenzungsfähigkeit. 

"Junge Frauen"

Gruppen für junge Frauen im Alter von 18 bis 35 Jahren mit verschiedenen Krankheitsbildern. Im Fokus stehen die Förderung der konstruktiven Krankheitsbewältigung und die Lösung alterstypischer Herausforderungen wie Ablösung vom Elternhaus, Entwicklung von Autonomie, berufliche Orientierung, Einstieg ins Berufsleben, Gestaltung von Partnerschaft und Familiengründung.

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